Ratgeber Magenkrebs

Informationen für Betroffene und Interessierte

Magenkrebs

Bei Magenkrebs handelt es sich um bösartige Neubildungen, die aus Zellen des Magens entstehen. In den meisten Fällen sind diese Tumoren sog. Adenokarzinome. Sie entwickeln sich aus Drüsenzellen der Magenschleimhaut. Weniger häufig treten sog. MALT-Lymphome auf, die aus mit der Schleimhaut verbundenem lymphatischen Gewebe hervorgehen. Diese Krebsart zählt jedoch nicht zum Magenkrebs, sondern die Tumoren werden den Non-Hodgkin-Lymphomen zugerechnet.

Knapp 19.000 Menschen erkranken in Deutschland laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) jedes Jahr an Magenkrebs. Mehr als die Hälfte der Betroffenen sind Männer. Bei ihnen ist Magenkrebs die fünfthäufigste Krebsart. In der Regel sind Männer ungefähr 70 Jahre alt, wenn sie die Diagnose Magenkrebs erhalten. Rund 42 % der Magenkrebs-Patienten sind Frauen. Bei ihnen ist Magenkrebs die siebthäufigste Krebsart. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei ca. 75 Jahren.

Seit rund drei Jahrzehnten geht die Erkrankungsrate bei Magenkrebs in Deutschland und vielen anderen Industrienationen zurück. Bei Frauen ist die Zahl der Neuerkrankungen im Jahr 2004 gegenüber dem Jahr 1980 um rund 50 % gesunken. Auch die Neuerkrankungsrate bei Männern ist zurückgegangen. Ebenfalls rückläufig ist die Mortalitätsrate bei Magenkrebserkrankungen.

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Magenkrebs-News von Curado.de

  • Bakterien passen sich an Menschen an
    Relevanz für die Impfstoffentwicklung 30 bis 40 Prozent der Deutschen sind mit einem Bakterium infiziert, das Magenschleimhautentzündungen, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre sowie Krebs verursachen kann: Helicobacter pylori. Weltweit sind mehr als die Hälfte aller Menschen betroffen. Doch wie das Bakterium Krebs auslöst, ist weitgehend ungeklärt. Fest steht, dass dabei eine bestimmte bakterielle Genregion eine zentrale Rolle spielt.
  • DEGRO: Radioonkologen stellen neueste Entwicklungen vor Medizin
    Die Strahlentherapie ist für viele Krebspatienten ein Teil ihrer Behandlung neben der Operation und der Chemotherapie. Sie wird medizinisch und technisch kontinuierlich verbessert und ist fester Bestandteil vieler Behandlungskonzepte. Über neueste Entwicklungen in der Strahlentherapie informiert die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) im Rahmen ihres Jahreskongresses, der vom 3. bis 6. Juni in Magdeburg stattfindet.
  • Hoffnung im Kampf gegen hartnäckiges Bakterium
    Die Skepsis der medizinischen Wissenschaft war groß, doch der Triumph danach umso spektakulärer. 1983 trank der australische Arzt Barry Marshall in einem Selbstversuch ein Glas Flüssigkeit, die mit dem Bakterium Heliobacter pylori verseucht war. Wenig später erkrankte er an einer schweren Magenschleimhautentzündung. Der Beweis war erbracht, dass dieser spiralförmig gekrümmte Keim die Hauptschuld an Magengeschwüren trägt. 22 Jahre später bekamen er und sein Kollege Robin Warren dafür den Medizin-Nobelpreis.